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Wann kommt die Zinswende: Die Fed enttäuscht die Finanzmärkte

Im Jahr 2024 sollte alles anders werden. Nach der überraschenden Zinswende der vergangenen Jahre hatten sich Anleger in aller Welt nach einer neuen Flut des billigen Geldes gefreut. Und sie hatten allen Grund zur Hoffnung: Durch aggressive Zinsschritte hatten die Notenbanken, allen voran die Fed, die Inflation von einem Rekordniveau knapp unter 10 Prozent zurück in den Zielbereich um zwei Prozent gedrückt. Parallel waren die Zinsen gestiegen – dies hat Sparer gefreut, aber diejenigen geärgert, die auf Pump leben. Nun war allerdings erstmals im Jahr 2024 die Stunde der Wahrheit gekommen – und es wurde eine bittere Wahrheit.

Die US-Notenbank Fed hat bei ihrer jüngsten Sitzung keine Senkung der Leitzinsen beschlossen. Im Gegenteil: Sie hält die Leitzinsen auf hohem Niveau stabil. Die Entscheidung ist einstimmig gefallen – und sie hat Investoren gleich doppelt auf dem falschen Fuß erwischt: Auch eine Leitzinssenkung in der nächsten Fed-Sitzung im März gilt als ausgeschlossen. Damit müssen sich Anleger noch einige Monate mit Rekord-Leitzinsen von 5,25 bis 5,5 Prozent anfreunden. So hoch waren die Leitzinsen in den Vereinigten Staaten zuletzt im Jahr 2001.

Wie aus dem Protokoll der Notenbankentscheidung hervorgeht, erwartet der geldpolitische Ausschuss der Fed nicht, dass es angemessen sei, die Leitzinsen zu senken. Die Fed-Gouverneure benötigen offenbar „größere Zuversicht“, dass sich die Inflation dauerhaft Richtung 2 Prozent bewegt. Der Chef der Federal Reserve, Jerome Powell, äußerte sich unmissverständlich: „Die Inflation ist immer noch zu hoch“.

Die Inflationszahlen in den USA bewegen sich seit Monaten deutlich in Richtung des Zielwertes der Fed von zwei Prozent. Die Inflation lag in Amerika im vergangenen Jahr bei 2,6 Prozent und insbesondere in der zweiten Jahreshälfte war ein stärkerer Rückgang zu beobachten. Fed-Chef Powell traut dem Braten aber offenbar nicht. Er verlangt weitere Daten, die für eine langfristige Trendumkehr bei der Inflation sprechen.

Zwar machte Fed-Chef Jerome Powell auch deutlich, dass weitere Zinserhöhungen ausgeschlossen seien. Doch die Fed traut dem Braten offenbar nicht. Powell höchstpersönlich betonte, dass frühere Prognosen zu Wachstum, Teuerung und Arbeitsmarkt nicht immer zuverlässig waren. Und Powell weiß, dass eine zu schnelle Abkehr von den hohen Zinsen die Wirtschaft belasten könnte – die US-Wirtschaft ist zuletzt deutlich stärker als erwartet gewachsen und könnte durch zu frühe Zinssenkungen überhitzt werden. Grundsätzlich stehen die Vereinigten Staaten von Amerika allerdings wirtschaftlich äußerst gut dar: Die Fed bezeichnet das Wachstum als „stark“ und die Arbeitslosenquote mit 3,7 Prozent als historisch niedrig.

Die Vollbremsung der Fed bei der neuerlichen Zinswende hat die Märkte kalt erwischt: Die Aktienmärkte gingen kurz nach Bekanntwerden der Entscheidung in die Knie, Gold war eine der wenigen Investments mit einem positiven Tagesergebnis. Offenbar nimmt an den Märkten die Verunsicherung zu, dass sich die Wette des Jahres 2024 auf eine baldige Abkehr von der Hochzinspolitik als Trugschluss herausstellen könnte.

In Europa sieht die wirtschaftliche Entwicklung freilich etwas anders aus – und wegen der schwachen Konjunktur in Europa wächst auch hierzulande die Hoffnung auf sinkende Zinsen. Zuletzt hat sogar EZB-Präsidentin Christine Lagarde in ihren Statements zu Preisen und Zinsen eine moderate Tonart eingeschlagen. Immerhin liegt die Inflation in der Eurozone auf Jahressicht nur noch bei 2,75 Prozent und ist seit dem niedrigen Niveau von 2,9 Prozent im Dezember weiter gefallen. Doch auch hier ist ein böses Erwachen so gut wie sicher – denn der Rückgang der Inflation lässt sich vor allem mit den niedrigeren Energiepreisen erklären. Zudem verteuern sich Nahrungsmittel nicht mehr so stark wie zuvor. Allerdings bleibt das hohe Preisniveau bestehen und belastet die Verbraucher in ganz Europa. Und wenn die Basiseffekte herausgerechnet werden, könnte es schon bald zu einem Comeback der Inflation kommen. Ohnehin scheinen sich die offiziell gemeldeten Inflationszahlen und das Preisniveau, mit denen die Bürger an der Supermarktkasse noch heute zu kämpfen haben, immer weiter voneinander zu entfernen.

Die Europäische Zentralbank steht – wie schon so oft in den vergangenen Jahren – mit dem Rücken zur Wand. Die Konjunktur in Europa schmiert ab und die Flaute, die bisher vor allem in der deutschen Wirtschaft zu beobachten war, erfasst die gesamte Eurozone. Die Hoffnungen lasten umso stärker auf der EZB, mit sinkenden Zinsen die Wirtschaft anzukurbeln. Allerdings ist das Wirtschaftswachstum nicht das offizielle Ziel der EZB.

Es droht eine neuerliche Hängepartie, die im weiteren Jahresverlauf die Märkte belasten könnte – denn die EZB war bisher nicht dafür bekannt, entschlossen durchzugreifen. Und selbst wenn sie in den kommenden Monaten den einen oder anderen Zinsschritt beschließt, wird es sich dabei um nichts anderes als Symbolpolitik handeln.

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