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Die Fed verschiebt die Zinswende auf den Sanktnimmerleinstag

Geopolitische Krisen, gesamtwirtschaftliche Rahmendaten, aktuelle Unternehmensergebnisse – diese Aspekte scheinen an den Finanzmärkten schon seit langer Zeit nur noch einen geringen Einfluss auf die Entwicklung der Aktienkurse zu haben. Stattdessen hängen die Spekulanten an den Lippen von Christine Lagarde und Jerome Powell – wann immer die wichtigsten Notenbanker der Welt vor die Presse treten, stehen die Finanzmärkte zuvor tagelang still. Und sobald Lagarde oder Powell sprechen, drehen die Kurse regelrecht durch.

Dieses Schauspiel war zuletzt am Mittwochabend zu beobachten, als die US-Notenbank ihren jüngsten Zinsentscheid bekanntgab. Fed-Chef Jerome Powell hatte die Finanzmärkte monatelang im Unklaren gelassen, wann es einen ersten Zinsschritt geben würde. Nun sollte er endlich Klartext reden. Doch das, was Powell am Mittwochabend zum Besten gab, war das übliche Notenbanker-Englisch – möglichst allgemein und möglichst viel- oder nichtssagend. 

Die Prognosen für die Entwicklung der Leitzinsen haben in den letzten 12 Monaten einer Glaskugel-Leserei geglichen: Im September des Jahres 2023 wurden nur zwei Zinsschritte bis Ende 2024 erwartet. Nur wenige Monate später, im Januar 2024, lag die Erwartung bereits bei sechs Zinsschritten in nur einem Jahr. Dieses Ziel ist, so steht bereits jetzt fest, unmöglich – denn es gibt nur noch fünf Fed-Sitzungen im Jahr 2024. Auch die bisherigen Prognosen der Fed selbst, die bis vor kurzem noch drei Zins-Schritte für das Jahr 2024 vorsah, sind überholt. Und inzwischen ist selbst ein einzelner und kleiner Zinsschritt unrealistisch geworden. Die Märkte preisen inzwischen an, dass die Leitzinsen bis Ende 2024 auf dem hohen Niveau von 5,25 Prozent bleiben. 

Die Pressekonferenz der Fed am Mittwochabend wurde gänzlich zur Lachnummer. Am Anfang verkündete Jerome Powell eine vermeintlich gute Nachricht: „Ich denke, es ist unwahrscheinlich, dass der nächste Schritt eine Zinserhöhung sein wird“. Die Reaktion an den Finanzmärkten: Party! Doch kurz darauf: Katerstimmung! Denn es setzte sich die Erkenntnis durch, dass die Leitzinsen noch für eine ganze Weile auf dem hohen Niveau bleiben. Aktuell liegen die Leitzinsen bei 5,25 bis 5,5 Prozent und damit so hoch wie zuletzt im Jahr 2001. 

Eine Zinssenkung ist nun also in weite Ferne gerückt. Und Powell ließ die Märkte wieder einmal im Unklaren, wann Zinssenkungen umgesetzt werden. Er bezeichnete die Inflation als zu hoch und erwarte zwar einen Rückgang – allerdings, so der oberste Notenbanker, sei er sich „unsicherer“ als früher. „Es kann wahrscheinlich länger dauern als erwartet, bis wir genug Zuversicht haben, um die Zinsen wieder zu senken“, sagte der Fed-Chef.

Für die Finanzmärkte allgemein, aber ganz besonders für den Goldpreis, sind diese Worthülsen normalerweise Gift. Die Märkte werden im Unklaren gelassen – und die Hoffnung der Goldanleger auf ein baldiges Ende der ultrahohen Leitzinsen hat sich zerschlagen. Dabei sind die hohen Leitzinsen eigentlich ein großes Problem für Gold, weil sich auch künftig risikolos eine hohe Rendite bei Staatsanleihen oder Festgeld einfahren lässt, während Gold keine feste Rendite abwirft. Und der gegenwärtige Goldpreis-Boom wurde ursprünglich mit einer baldigen Zinswende erklärt.

Doch der Goldpreis hat die Zinssorgen offenbar schon vor einiger Zeit abgeschüttelt. Das gelbe Metall steht weiterhin hoch im Kurs und wird angetrieben sowohl durch die Nachfrage chinesischer Zentralbanken und Privatanleger, aber auch durch undurchsichtige Transaktionen außerhalb regulierter Börsen (der so genannte „OTC“-Handel). Im ersten Quartal 2024 verzeichneten laut einer aktuellen Analyse des World Gold Council die Zentralbanken, besonders in China, einen Rekord an Goldkäufen, was ihre bedeutende Rolle im Goldmarkt unterstreicht und die Erwartung einer weiterhin robusten Nachfrage bestärkt. Gleichzeitig stieg die Nachfrage chinesischer Privatanleger stark an. Zwar ließ das Investitionsinteresse in den USA und Europa nach – doch solange die Deutschen und Amerikaner ihr Gold freiwillig verkaufen, freuen sich die Asiaten und läuten auf diese Weise unbemerkt eine Zeitenwende auf dem Goldmarkt ein. Denn der Goldpreis wird, wie sich in dieser Woche wieder gezeigt hat, nicht mehr in Amerika gemacht, sondern in Asien.

Welche Auswirkungen könnte die anhaltende Haltung der Fed auf die Finanzmärkte Ihrer Meinung nach haben? Glauben Sie, dass die Zinspolitik der Fed in Zukunft weiterhin eine dominierende Rolle für die Entwicklung der Märkte spielen wird, oder erwarten Sie Veränderungen? Teilen Sie Ihre Meinung gerne in den Kommentaren mit uns.

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