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US-Inflation verharrt auf hohem Niveau – Finanzmärkte feiern trotzdem Zinsparty

Während in weiten Teilen des Landes die Temperaturen steigen, ist auch an der Börse eine regelrechte Sommer-Party ausgebrochen. Der DAX schiebt sich unbeirrt von einem Allzeithoch zum nächsten, der Dow Jones steht kurz vor dem Sprung über die Marke von 40.000 Punkten. Auch der Goldpreis feiert ein fulminantes Comeback und steuert die Marke von 2.400 US-Dollar pro Feinunze an. An den Finanzmärkten geht es also offenbar nur noch nach oben – doch aus der Ferne stellt sich die Frage: Warum?

Am Mittwoch wurden neue Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten vermeldet. Die Teuerung ist im Vergleich zum Vormonat von 3,5 auf 3,4 Prozent nur leicht gesunken – trotzdem feiern die Börsen eine Party, als hätte die Fed ihr Inflationsziel von 2 Prozent erreicht und die Leitzinsen entsprechend gesenkt. Doch offenbar ist allein der Umstand, dass die Inflationsdaten keine weitere negative Überraschung wie in den Vormonaten gebracht haben, Grund genug zum Feiern.

Tatsächlich gibt es jedoch keinerlei Grund für Euphorie. Mit einem Inflationswert von 3,4 Prozent ist die Teuerungsrate in den USA immer noch weit vom Zielwert der Fed von 2 Prozent entfernt. Ein rechnerischer Rückgang um 0,1 Prozent bei einer Berechnungsmethode, die seit vielen Jahren in der Kritik steht und aus Sicht vieler Amerikaner die tatsächlichen Teuerungen im Alltag kaum abbildet, hat keinerlei Beweiswert für eine Trendumkehr.

Ganz im Gegenteil: Bei genauerer Betrachtung lässt sich erahnen, dass die Finanzmärkte mit ihrer neuerlichen Party die Vorboten einer noch höheren Inflation völlig übersehen haben: So sind die Konsumentenpreise im Vergleich zum Vorjahr tatsächlich um 3,4 Prozent gestiegen, einen Monat zuvor lag der Wert bei 3,5 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Konsumentenpreise im April jedoch um 0,3 Prozent. Die Kerninflation liegt aktuell bei 3,6 Prozent – dieser Wert ist für die Fed entscheidend für die weitere Zinspolitik.

Die Finanzmärkte setzen nun jedoch darauf, dass die Geldpolitik spätestens im September gelockert wird. Sie warten darauf, sich endlich wieder billiger mit Geld eindecken zu können. Dass sich parallel die Wirtschaft eintrübt und die Aktienkurse doch eigentlich die Geschäftsentwicklung der Firmen abbilden sollten, ist ein Relikt aus vergangener Zeit. Denn für Zocker sind schlechte Nachrichten schon lange gute Nachrichten. 

Bis zum Jahresende werden die US-Notenbanker noch fünfmal zusammenkommen und die Gelegenheit haben, eine Leitzinssenkung zu beschließen. In der Zwischenzeit werden viele Großbanken ihre Prognosen anpassen müssen – so erwartete die Commerzbank bislang, dass der Leitzins im zweiten Quartal 2024 auf 5,00 Prozent fallen und im Verlauf des Jahres auf 3,50 % fallen wird. Ähnlich sieht es die Deutsche Bank; sie sagte eine Zinssenkung auf 5,00 % für das zweite Quartal 2024 und auf 4,50 % für das dritte Quartal 2024 vorher. Beide Prognosen sind spätestens nach den neuesten Inflationsdaten aus den USA völlig unrealistisch – denn die Inflation dürfte wohl kaum in wenigen Monaten sprunghaft fallen, und ebenso wenig dürfte die Fed die Leitzinsen um mehrere Schritte an einem Termin herabsetzen.

Bei nüchterner Betrachtung ist klar: Das Zeitalter der Nullzinsen ist für immer vorbei. Wenn selbst die US-Notenbank von einem durchschnittlichen Leitzins zwischen 4,6 und 5,1 Prozent für 2024 und von 3,4 bis 4,1 Prozent für 2025 sowie 2,6 bis 3,4 Prozent bis 2026 ausgeht, lässt sich erahnen, dass der Weg zu einem Ende der Hochzinspolitik lang sein wird – und deshalb sind auch die Spekulationen auf eine baldige Zinswende, die in den letzten Tagen wieder aufgeflammt sind, völlig fehl am Platze.

Der Goldpreis schließt unterdessen eine längst überfällige Konsolidierung auf hohem Niveau ab. Das gelbe Metall hat eindrucksvoll gezeigt, dass der neue Boden für die Notierung des Goldpreises bei 2.300 US-Dollar liegt. Von dieser Basis macht sich Gold auf zu neuen Hochs – und auch wenn ein neues Allzeithoch noch auf sich warten lässt, dürfte Gold in den kommenden Wochen und Monaten seine Rekord-Rallye fortsetzen. Denn nicht nur die Zentralbanken, sondern auch die chinesischen Privatanleger halten dem sicheren Hafen weiter die Treue.

Welche Auswirkungen könnte die derzeitige Inflationsrate in den USA auf die langfristige Geldpolitik der Fed haben? Wie schätzen Sie die Reaktion der Finanzmärkte auf die jüngsten Inflationsdaten ein und was bedeutet dies für Anleger? Teilen Sie Ihre Meinung gerne in den Kommentaren mit uns.

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