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Leitzinsen: Die Fed hat erreicht, was der EZB wohl nie gelingen wird

Nachdem die Leitzinsen jahrelang auf dem Nullpunkt waren, haben wir uns inzwischen an ein längst vergessenes Ritual gewöhnt: Zehn Mal nacheinander hat die US-amerikanische Notenbank „Fed“ die Leitzinsen inzwischen erhöht. Die Amerikaner haben entschieden gegen die Rekordinflation gekämpft und früh auf beherzte Zinsschritte gesetzt. Vorläufiger Höhepunkt: Ein Zinsniveau zwischen 5,0 und 5,25 Prozent.

Nun treten die USA in eine neue Phase im Kampf gegen die Inflation ein - und halten den Leitzins stabil. Bei der letzten Notenbanksitzung am Mittwoch wurde beschlossen, vorerst keine weiteren Zinsschritte zu unternehmen. Denn die Inflation ist in den letzten Monaten von einem Rekordwert knapp unter 10 Prozent auf zuletzt 4,0 Prozent gesunken - Allein von April bis Mai ist die Teuerungsrate um fast einen ganzen Prozentpunkt gefallen. Zwar liegt der Wert immer noch weit vom Ziel der Fed von 2 Prozent entfernt, doch wir müssen neidlos anerkennen: Die Notenbank darf einen Zwischenerfolg feiern.

Feiern möchte man auch bei der Europäischen Zentralbank (EZB) und sich als entschlossener Währungshüter beweisen. Aus diesem Grund hat die EZB am Donnerstag entschieden, die Leitzinsen für die Euro-Zone weiter anzuheben - um 0,25 Prozentpunkte wurden die Zinsen erneut erhöht. Denn die Maßnahmen der EZB sind bisher weitestgehend verpufft, die Inflation geht in Europa nur leicht zurück. Dabei hat die EZB bereits sieben Mal in Folge die Leitzinsen erhöht - zuletzt lag das Zinsniveau bei 3,75 Prozent. Zum Vergleich: Die Inflation in der Euro-Zone liegt bei 6,1 Prozent und damit weit vom gegenwärtigen Leitzinsniveau entfernt.

Die Bürger in ganz Europa sind die Leidtragenden dieser verfehlten Fiskalpolitik. Sie erhalten nur Mini-Zinsen auf ihre Ersparnisse. Von einer jährlichen Zinszahlung in Höhe des offiziellen EZB-Wertes von 3,75 Prozent können die meisten Sparer nur träumen. Gleichzeitig werden sie an der Supermarktkasse mit einer Inflation konfrontiert, die weit über dem offiziell gemeldeten Wert liegt. Viele Waren des täglichen Bedarfs sind nicht um 6,1 Prozent, sondern um 20 oder 30 Prozent teurer geworden. Millionen Menschen in Deutschland werden somit jeden Tag aufs Neue belastet und durch die niedrigen Zinsen beim Sparen schleichend enteignet.

Die Europäische Zentralbank konzentriert sich derweil darauf, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Gerade erst hat EZB-Chefin Christine Lagarde zu einem allgemeinen Schlag gegen die Wirtschaft ausgeholt und von einer "Gierflation" gesprochen. Sie glaubt, dass die Wirtschaft die Teuerung künstlich antreibt. Es sei in erster Linie Profitgier verantwortlich für die Rekordinflation.

Tatsächlich ist das Bashing jedoch nichts anderes als ein Ablenkungsmanöver von eigenen Versäumnissen. Viel zu lange hat die Europäische Zentralbank es ruhig angehen lassen und sich darauf beschränkt, die Inflation als vorübergehendes Phänomen klein zu reden. Als dann die Zinserhöhungen unvermeidlich waren, gingen Lagarde und Co. mit der Handbremse vor, weil sie Rücksicht auf die europäischen Schuldenstaaten nehmen mussten. Dadurch wurde ein beherztes Gegensteuern wie in den Vereinigten Staaten im Kern erstickt.

Und auch künftig wird die EZB mit dem Rücken zur Wand stehen - und die Menschen in Deutschland werden die Leitragenden sein. Gerade erst ist Deutschland in eine technische Rezession gerutscht, nachdem das BIP um 0,3 Prozent geschrumpft ist und bereits im vierten Quartal des letzten Jahres um 0,5 Prozent zurückgegangen war. Die Entscheidungsträger der Europäischen Zentralbank (EZB) werden dennoch nicht müde, zu betonen, dass die Zinssätze weiter steigen und hoch bleiben müssten, um die mittelfristige Inflation einzudämmen.

Gold ist es in den vergangenen Wochen nicht gelungen, ein neues Allzeithoch zu erreichen. Stattdessen hat das gelbe Metal den Rückwärtsgang eingelegt und bewegt sich derzeit rückwärts in Richtung des langjährigen Allzeithochs von 1921 US-Dollar. Spätestens auf diesem Niveau sollte eine starke Unterstützung im Markt vorhanden sein. Auch wenn sich der Goldpreis derzeit eher schwach zeigt - die mittelfristigen Chancen für das gelbe Metall sind gut. In den USA könnten geringere Haushaltsausgaben den Beginn einer Rezession beschleunigen - ein anhaltendes und wahrscheinliches Risiko im Jahr 2023 laut zahlreichen Ökonomen. Und wir wissen: Rezessionen waren in der Vergangenheit gut für Gold.

Was ist Ihre Meinung? Rechtfertigt der Zwischenerfolg die Maßnahmen der US-Notenbank? Hat EZB-Chefin Lagarde recht mit ihrem Vorwurf der "Gierflation"? Und wie wird es weitergehen mit der Inflation? Lassen Sie es uns wissen in den Kommentaren.

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