Sicher einkaufen, mit Käuferschutz
Über 50 Jahre Erfahrung!
100 % Echtheit garantiert!
Testsieger „Bester Online-Händler"
Filter schließen
Filtern nach:
Newsletter abonnieren
Abonnieren Sie den kostenlosen Newsletter.

Inflation steigt, Gold sinkt - wer jetzt seinen Vermögensschutz verkauft, handelt kurzsichtig

Wer in Gold investiert, hat in den vergangenen Jahren erlebt, dass starke Nerven notwendig sind - in guten wie in schlechten Zeiten. Aktuell, so scheint es, sind die Zeiten für Gold eher schlecht. Eine Unterstützung nach der anderen ist in den vergangenen Tagen gefallen und am Donnerstag ist der Goldpreis kurzfristig unter die Marke von 1.900 US-Dollar gerutscht. Auch in Euro wurde ein Mehrmonatstief erreicht, zwischendurch kostete eine Feinunze rund 1750 Euro.

Als Grund für den jüngsten Kursrutsch werden Aussagen des Fed-Präsidenten Jerome Powell hergezogen. Der oberste Währungshüter der USA hat bekräftigt, dass für ihn nichts darauf hindeute, dass eine Trendwende bei der Zinspolitik unmittelbar bevorstehe. Powell äußerte sich sehr deutlich, dass die im Juni eingelegte Zinspause keinerlei Bedeutung habe. Er geht weiterhin davon aus, dass zwei weitere Zinsschritte erforderlich seien.

Der Goldpreis hat auf diese klare Ansage zuerst negativ reagiert. Dabei ist zweitrangig, wie viele Zinsschritte es noch geben wird - für Anleger ist wichtiger, dass der Zinsgipfel offenbar immer noch außer Reichweite ist und Zinssenkungen damit in weite Ferne rücken, die sich positiv auf den Goldpreis auswirken könnten.

Offenbar glaubt Fed-Chef Jerome Powell nicht mehr daran, dass die rekordverdächtige Inflation in den USA der Vergangenheit angehört - und dass die Amerikaner noch lange unter einer hohen Teuerungsrate leiden werden. So ähnlich sieht es nämlich auch hierzulande aus, wo die Inflationsrate zuletzt wieder gestiegen ist: Die Verbraucherpreise sind im Juni um 6,4 Prozent gestiegen, nachdem sie im Vormonat bei „nur“ 6,1 Prozent lagen. Damit bewegt sich die Inflation wieder in Richtung des Niveaus der vorherigen Monate, als sie bei 7,2 Prozent im April und 7,4 Prozent im März ein Zwischenhoch erreicht hatte.

Besorgniserregend ist auch die Entwicklung bei der sogenannten „Kerninflation“ - darin sind die stark schwankenden Nahrungsmittel- und Energiepreise nicht einberechnet. Auch dieser Wert ist im Vergleich zum Vormonat deutlich gestiegen, nämlich von 5,4 Prozent auf 5,8 Prozent. Regelrecht dramatisch ist hingegen die Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln, die von der Kerninflation nicht erfasst wird - Essen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat im Juni mit 13,7 Prozent weiter stark überdurchschnittlich teurer geworden.

Der Grund für den neuerlichen Anstieg der Inflationsrate ist kurios und macht deutlich, dass sich Währungshüter und Politiker sowie die gesamte Öffentlichkeit an der Nase herumführen lassen - die Einführung des Neun-Euro-Tickets von Juni bis August 2022 hat das Preisniveau im Vorjahreszeitraum temporär gedrückt. Oder mit anderen Worten: Während die Deutschen vom billigen Bahnfahren profitiert haben, zahlten sie anderswo umso stärker drauf. Und wer weiterhin auf das Auto angewiesen war, zahlte doppelt drauf und hat von der angeblich sinkenden Inflation ohnehin nichts mitbekommen.

Unterm Strich ist also festzuhalten: Die rekordverdächtige Inflation wird uns noch lange begleiten. Wenn die offizielle Inflationsrate in den vergangenen Monaten kurzfristig gesunken ist, war dies fast ausschließlich auf Zahlenkosmetik zurückzuführen. Mal wurde die Zusammensetzung des Warenkorbs, aus dem die Inflation errechnet wird, kurzerhand angepasst. Oder es wirken Sondereffekte auf die Berechnung ein. Tatsächlich ist eine Trendwende noch lange nicht erreicht, und die Notenbanken werden gezwungen sein, die Zinsen weiter zu erhöhen.

Warum der Goldpreis auf steigende Zinsen allergisch reagiert, ist bei genauerer Betrachtung durchaus verwunderlich. Natürlich werden in der Theorie die Anlageklassen mit festen Zinsen interessanter, wenn die Leitzinsen steigen. Doch wenn zwischen dem Zinsniveau und dem Inflationsniveau weiterhin mehrere Prozent liegen, verlieren Sparer hierbei ein Teil ihrer Kaufkraft. Und wenn die Notenbanken mit steigenden Zinsen auf eine steigende Inflation reagieren, sollte ein Inflationsschutz wie Gold wichtiger als je zuvor sein. Deshalb ist die Reaktion viele Anleger, die zuletzt ihr Gold abgestoßen haben, grob fahrlässig und kurzsichtig.

Was ist ihre Meinung? Haben Sie ihren Goldvorrat verkauft oder harren Sie wider den niedrigen Preisen aus? Wie bewerten Sie das Vorgehen der Fed? Was glauben Sie, ist der Grund für das verwunderliche Verhalten des Goldpreises? Lassen Sie es uns wissen, in den Kommentaren.

Bitte geben Sie die Zeichenfolge in das nachfolgende Textfeld ein.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Newsletter kostenlos abonnieren
Ich möchte zukünftig über aktuelle Trends, Angebote und Gutscheine von Silber-Werte per E-Mail informiert werden. Eine Abmeldung ist jederzeit kostenlos möglich.
  • Wöchentlich aktuelle Informationen über unsere Neuheiten!
  • Besondere Vorteile (exklusive Rabatte) für Newsletter-Abonnenten!
  • Hinweise auf Gewinnspiele und Sonderaktionen!