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EZB und Fed halten die Füße still – gibt es wirklich keine Alternative?

Wer das Abwarten und Zaudern, das Hinhalten und Kleinreden der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Federal Reserve (Fed) aus der Ferne betrachtet, bekommt unweigerlich den Eindruck, dass den Währungshütern die Hände gebunden sind und dass eine Zinswende schlichtweg nicht umsetzbar ist. Dass es auch anders geht, zeigt die Schweizerische Nationalbank (SNB). Sie hat die Finanzmärkte mit einer weiteren Zinssenkung überrascht. Der Leitzins in der Schweiz liegt ab Freitag bei 1,25 Prozent.

Die SNB hat in den vergangenen Jahren einen beherzten Kurs gegen die Inflation gefahren – und in der Rückschau hat sich vor allem der starke Schweizer Franken dämpfend auf die Inflation ausgewirkt. Die Folge: Während im Jahr 2022 die Inflation mehr als acht Prozent in den USA oder mehr als sieben Prozent in Deutschland erreicht hat, galt eine Teuerungsrate von 2,4 Prozent in der Schweiz als Extremwert. Inzwischen ist die Inflation in der Schweiz weiter gesunken und betrug im Mai 2024 nur noch 1,4 Prozent. Die Schweizer Nationalbank hat ihr Inflationsziel von 0 bis 2 Prozent also perfekt erreicht.

Bereits im März hatte die SNB die Märkte überrascht, als sie als erste der international wichtigen Notenbanken den Leitzins senkte. Diese erneute Zinssenkung unterstreicht die proaktive Haltung der SNB in Bezug auf ihre geldpolitischen Ziele. Der Schweizer Franken reagierte prompt auf die Nachricht und zeigte sich deutlich schwächer, was zu einem Anstieg der Wechselkurse EUR/CHF und USD/CHF führte. Während die Eurozone und die USA weiterhin mit Inflationsproblemen kämpfen, demonstriert die SNB also, wie eine entschlossene und zielgerichtete Geldpolitik aussehen kann.

Die Schweiz profitiert davon, dass sie nicht nur im Hinblick auf ihre Währung eigene Wege geht, sondern auch bei der Energieversorgung frühzeitig ihren Kurs angepasst hat. So lässt sich die niedrige Inflationsrate in der Schweiz vor allem durch den starken Schweizer Franken erklären. Ein starker Franken wirkt deflationär, weil er die Preise für importierte Güter senkt. Dies bedeutet, dass Waren und Dienstleistungen, die aus dem Ausland bezogen werden, in der Schweiz günstiger sind, was die Inflation dämpft. Zusätzlich ist die Energie-Intensität in der Schweiz geringer, was bedeutet, dass die Abhängigkeit von Öl und Gas relativ niedrig ist. Dadurch sind die Schweizer weniger von den schwankenden Energiepreisen auf dem Weltmarkt betroffen.

Unterdessen dürfen Verbraucher hierzulande wohl noch lange auf eine Trendwende bei der Teuerungsrate warten. Denn die Preise in der Eurozone sind im Mai wieder stärker gestiegen als im Vormonat und erreichten zuletzt eine Inflationsrate von 2,6 Prozent. Noch im April lag die Rate bei 2,4 Prozent. Diese Entwicklung kommt für die Europäische Zentralbank (EZB), die eine Inflationsrate von 2,0 Prozent anstrebt, zur Unzeit. Erst Anfang Juni hatte die EZB erstmals seit fast fünf Jahren die Zinsen gesenkt. EZB-Chefin Christine Lagarde betonte, dass die Notenbank ihren weiteren Kurs „flexibel“ halten werde. Der Anstieg der Kerninflation, die schwankungsanfällige Preise ausklammert, von 2,7 Prozent im April auf 2,9 Prozent im Mai unterstreicht die anhaltenden Preissteigerungen im Euroraum. 

Doch die EZB wäre nicht mehr die EZB, wenn sie das Schönreden verlernt hätte – denn trotz der aktuellen Herausforderungen zeigen sich die europäischen Währungshüter optimistisch. Chefvolkswirt Philip Lane äußerte in einem Interview seine Zuversicht, dass die Inflation mittelfristig auf das Ziel von 2,0 Prozent sinken wird – wobei „mittelfristig“ die zweite Jahreshälfte 2025 ist. Wie diese Trendwende gelingen soll, wo doch zuletzt die Energiepreise weiter um 0,3 Prozent gestiegen sind und die Preise für Dienstleistungen sogar um 4,1 Prozent zulegten, bleibt schleierhaft. Und parallel steigt auch die Inflationsrate in den einzelnen Euro-Ländern weiter: In Deutschland, der größten Volkswirtschaft im Währungsgebiet, ist eine Teuerungsrate von 2,8 Prozent zu beklagen, während in Frankreich die Inflation auf 2,6 Prozent anstieg.

Die Folgen der weiterhin hohen Inflation haben drastische Auswirkungen, wie aktuelle Zahlen deutlich machen: So sind beispielsweise die Konsumausgaben der privaten Haushalte in Baden-Württemberg im Jahr 2022 aufgrund der hohen Inflation um 9,4 Prozent auf 24.503 Euro pro Kopf gestiegen. Trotz eines nominalen Anstiegs des verfügbaren Einkommens um 5,7 Prozent sank die Sparquote. Pro Kopf sparten die Menschen im Durchschnitt 3.600 Euro, 18,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Oder mit anderen Worten: Die Deutschen können sich das Sparen angesichts der hohen Inflation und steigenden Lebenshaltungskosten kaum noch leisten. 

Glauben Sie, dass die Eurozone und die USA von der proaktiven Haltung der SNB lernen können? Welche weiteren Maßnahmen sollten die EZB und Fed Ihrer Meinung nach ergreifen, um die Inflation in den Griff zu bekommen? Teilen Sie Ihre Meinung gerne in den Kommentaren mit uns!

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