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Hamburg, 28. September 2018

US-Notenbank erhöht die Zinsen – und warnt Börsen-Zocker

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am Mittwochabend war es mal wieder soweit: Die Finanzwelt blickte über den großen Teich, wo die US-Notenbank (wie erwartet) die Leitzinsen erneut erhöht hat. Dieser Schritt war keine Überraschung, sondern seit Monaten erwartet worden. Entsprechend gering waren die Auswirkungen auf Aktien, Devisen und Gold. „Business as usual“ also an den Märkten? Weit gefehlt!

Tatsächlich bot die Pressekonferenz mit Fed-Chef Jerome Powell einige wichtige Einblicke in die künftige Strategie der US-Notenbank sowie manche Details, die für Edelmetall-Anleger von größter Relevanz sind. So wird für dieses Jahr noch eine weitere Zinserhöhung erwartet, im Jahr 2019 sollen drei folgen. Das Ziel der Fed liegt somit bei einem Zinssatz von 3 Prozent zum Ende des Jahres 2019.

Sicherer HafenAuch wenn steigende Zinsen laut Lehrbuchmeinung nicht gut für Edelmetalle sein sollen, ist ein „sicherer Hafen“ wie Gold künftig noch wichtiger als je zuvor. Denn während der Fragestunde mit Journalisten machte Powell deutlich, dass der Handelsstreit zwischen den USA und dem Rest der Welt zu einer Gefahr für die US-Wirtschaft werden könnte. Powell stellte klar, dass zunehmender Protektionismus vor allem den USA schaden würde.

Zudem ließ sich der wichtigste Notenbanker der Welt eine bedenkenswerte Einschätzung zu dem derzeitigen Niveau der Aktienkurse entlocken. Zwar wollte er nicht direkt darauf eingehen, ob die Bewertungen am US-Aktienmarkt übertrieben hoch seien oder nicht. Er verwies jedoch darauf, dass „nach verschiedenen Maßstäben“ die Bewertungen im historischen Vergleich hoch seien.

Diese Feststellung, auch wenn sie volkswirtschaftlich nüchtern daher kommt, ist aus dem Mund eines zentralen Lenkers der Geldpolitik eine kleine Sensation. Sie sollte jeden Börsen-Fan aufhorchen lassen. Denn während die Fed schrittweise das billige Geld aus dem Markt zieht, zocken die Spekulanten munter weiter und drücken die Kurse auf immer höhere Notierungen. Diese Entwicklung ist nicht gesund, vor allem wenn künftig der US-Handelskrieg die angeblich so gesunde US-Wirtschaft zurück in den Krankenstand befördert.

Während in den USA die Leitzinsen Stück für Stück auf ein normales Niveau gehoben werden, verharrt die EZB in Europa in Schockstarre. EZB-Präsident Mario Draghi hat erst vor wenigen Tagen bekräftigt, dass die Zinsen in Europa noch „über den Sommer“ 2019 hinaus auf dem historisch niedrigen Niveau bleiben. Zudem erwartet Draghi einen stärkeren Preisdruck - die Folge: DAX-Anleger reagierten verschnupft, denn offenbar fürchten viele Anleger hierzulande steigende Leitzinsen und eine Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik. Doch wenn die Inflation weiter steigt (so wie es auch Draghi vermutet), wird der EZB nichts anderes übrig bleiben, als im Jahr 2019 die Zinswende einzuleiten.

BrexitWomöglich kommt jedoch alles anders, als die Börsianer vermuten - denn eine große Komponente der Unsicherheit wird bis heute nicht ausreichend berücksichtigt: Die Brexit-Verhandlungen sind seit Monaten festgefahren, doch eigentlich sollte im kommenden Monat eine Vereinbarung stehen. Davon sind die Verhandlungspartner allerdings noch meilenweit entfernt. Die britische Premierministerin Theresa May hat gerade erst Großbritannien nach dem Austritt aus der EU als neues Steuerparadies beworben - diese Tonart dürfte den Verantwortlichen in Brüssel überhaupt nicht gefallen. Denn die Briten sind bisher vor allem durch „Rosinenpickerei“ aufgefallen, die EU-Vertreter pflegen jedoch einen harten Kurs gegenüber London. Und so nimmt die Gefahr zu, dass es zu einem „ungeordneten“ Brexit kommt - und dass dann britische Führerscheine in der EU nicht mehr gültig wären, ist noch eines der kleineren Probleme.

Gold befindet sich weiterhin im Seitwärtsmodus und arbeitet an einer wichtigen Bodenbildung um die Marke von 1.200 US-Dollar herum. Die Handelsspanne wird immer enger und bewegt sich seit Wochen in einem Band zwischen 1.190 und 1.210 US-Dollar - hier steht eine Richtungsentscheidung bevor. Und wenn Gold in den kommenden Wochen endlich nach oben ausbricht, könnte es schnell zu einem „Short-Squeeze“ kommen, also einer panikartigen Kaufwelle von Spekulanten.

Bei allem Kummer, den Edelmetall-Besitzer in diesem Jahr ertragen mussten, lohnt ein Blick aus der Ferne: Die Stimmung an den Edelmetallmärkten ist so schlecht wie noch nie zuvor, gleichzeitig gibt es so viele Krisenherde in Wirtschaft und Politik wie nie zuvor. Die Inflation belastet die Geldbörse der Bevölkerung, die Nullzinsen fressen ihr Vermögen auf. Aktien, Anleihen, Immobilien sind so hoch bewertet wie nie zuvor - ist das alles wirklich ein schlechtes Umfeld für einen „sicheren Hafen“?

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Fraust

Ihr Uwe Fraust

Uwe Fraust

Uwe Fraust
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