Sollte dieser Newsletter bei Ihnen nicht korrekt dargestellt werden, klicken Sie bitte hier.

Markt und Trends Newsletter

Hamburg, 4. Mai 2018

Gold gönnt sich eine kurze Verschnaufpause

Guten Tag meine Damen und Herren,

die Welt steht vor einem gewaltigen Handelskrieg, die Inflation nimmt immer weiter zu und die exportlastige US-Wirtschaft wird durch einen stärkeren Dollar unter Druck gesetzt - es gibt aktuell viele gute Gründe für steigende Goldpreise.

Doch obwohl eigentlich große Unsicherheit an den Finanzmärkten regieren sollte, geht die große Party weiter - frei nach dem Motto: Die Notenbanken werden es schon richten. Der Leidtragende ist - mal wieder - Gold: Das gelbe Metall hat seinen Höhenflug in Dollar unterbrochen und ist von 1.260 US-Dollar auf die 1.200-Dollar-Marke abgerutscht. Zuvor hatte der Goldpreis noch mehrere chart-technische Hürden mit Bravour überwunden. Doch im Bereich von 1.265 US-Dollar waren offenbar wieder Kräfte im Spiel, die einen weiteren Höhenflug verhindern wollten.

Bereits jetzt sind wieder die ersten Untergangspropheten zu hören, die einen Absturz des Goldpreises auf 1.100 US-Dollar oder gar darunter erwarten. Ihnen sei an dieser Stelle ganz deutlich gesagt: Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die größte fiskalpolische Bombe der Menschheitsgeschichte explodiert. EZB-Präsident Mario Draghi steht mit dem Rücken zur Wand und muss einerseits die jüngste Abschwächung der Konjunktur bestmöglich verkaufen, andererseits darf er sich keine Hinweise auf steigende Zinsen erlauben. Dabei wären diese schon lange nötig: Steigende Inflation in der Eurozone und Nullzinsen für Sparer bedeuten eine schleichende Enteignung für alle, die ihr Geld auf dem Konto liegen haben. Nun besteht allerdings die Gefahr, dass sich die Konjunkturdaten noch schwächer entwickeln. Die EZB hätte dann kaum noch Möglichkeiten, die wirtschaftliche Entwicklung zu stimulieren. Den optimalen Zeitpunkt für einen Ausstieg aus der superlockeren Geldpolitik hat sie ohnehin längst verpasst.

Für die weitere Entwicklung des Goldpreises ist allerdings ein Blick über den großen Teich viel wichtiger - und dort lenkt US-Präsident Donald Trump derzeit durch die (wohl kaum auf seine Initiative hin entstandene) Annäherung zwischen Nord- und Südkorea von dem Chaos ab, welches er innenpolitisch anrichtet. Seit seinem Amtsantritt haben sich die USA kaum nach vorn bewegt, stattdessen kommen fast täglich neue Skandale ans Tageslicht. Aus der Ferne entsteht der Eindruck, dass die US-Notenbank Fed längst das Kommando über die wirtschaftspolitische Agenda der USA übernommen hat. Ihre Zinsentscheidungen bestimmen über den weiteren Kurs von Aktien, Devisen und Rohstoffen - dies war besonders gut am Mittwochabend zu beobachten.

Zwar ließ die Fed zuletzt die Leitzinsen unangetastet, doch sie hatte Erfreuliches zu berichten: Die US-Inflationsrate hat im März das Zielniveau von zwei Prozent erreicht. Somit werden mehr als die bisher drei geplanten Zinsanhebungen wahrscheinlich. Diese "taubenhaften" Aussagen wurden am Markt positiv für Gold aufgenommen, allerdings verpuffte der Effekt innerhalb von nur einer Stunde am Mittwochabend. Denn schnell war wieder das alte Lied "Gold wirft keine Zinsen ab und ist daher bei steigenden Zinsen weniger attraktiv" zu hören. Allerdings werden die Realzinsen weiterhin nahe null oder sogar darunter bleiben, sodass Gold mit zweistelligen Zuwachsraten wie im letzten Jahr deutlich attraktiver ist als jede Staatsanleihe mit mickrigen Prozenten, die durch die Inflation aufgefressen werden. Und es ist notwendig, bei der gelegentlich zu vernehmenden Gold-Panik darauf hinzuweisen, dass Gold-Besitzer im Euro-Land von der Schwäche des Goldpreises in Dollar kaum betroffen sind, der Goldpreis in Euro zeichnet sich durch eine erstaunliche Stabilität aus.

Wir erwarten, dass nach den Gute-Laune-Tagen an der Börse schon bald die geopolitische Realität auf die Agenda zurückkehrt. Es ist beispielsweise höchst fraglich, ob der einstige "Irre von Pjöngjang" (so wurde Kim Jong-Un hierzulande liebevoll von Boulevardzeitungen betitel) nun wirklich zum Kandidaten für den Friedensnobelpreis wird. Ähnliche Annäherungsversuche hat es in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gegeben, wenn die Not in dem abgeschotteten Land unerträglich wurde. Bewegt hat sich bis heute jedoch nicht wirklich etwas. Und US-Präsident Donald Trump trägt durch seine unberechenbare Haltung gegenüber allen wichtigen Verbündeten der USA nicht unbedingt zu einem Klima der Verlässlichkeit bei. Die Chaostage in der Weltpolitik haben längst begonnen - und auch wenn bei Gold und Silber derzeit wieder etwas mehr Geduld nötig ist, dürfen die Edelmetalle als "sicherer Hafen" in keinem Portfolio fehlen.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Fraust

Ihr Uwe Fraust

Uwe Fraust

Uwe Fraust
Leitung Anlagehandel

E-Mail:
fraust@silber-werte.de
Telefon: 040 / 257 99 - 106
Fax: 040 / 257 99 - 100

Emporium Hamburg – Ihr zuverlässiger Partner!

„Echtes Geld kennt keine Krisen“

Unsere Partner

Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und die enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen. Eine Anlage in Edelmetalle ist mit entsprechenden Kursrisiken verbunden.

www.silber-werte.de ist ein Onlineshop von
Emporium Hamburg Münzhandelsgesellschaft mbH
Störtebeker Haus, Süderstraße 288, 20537 Hamburg, Tel.: 040 / 257 99 - 106,
Fax: 040 / 257 99 - 100, E-Mail: info@silber-werte.de, Geschäftsführer: Frank von Harten, Registergericht: Amtsgericht Hamburg, Registernr. HRB 6831, USt-ID: DE812461062

Um diesen Newsletter abzubestellen, klicken Sie bitte hier. Klicken Sie jetzt bitte die Newsletter an, die Sie nicht mehr erhalten möchten und tragen Sie dann Ihre E-Mail-Adresse ein. Bestätigen Sie dann Ihre Abmeldung mit dem Button „Abbestellen“.

Geschenkideen Neuheiten Unternehmen Service Aktionen Moderne Numis Barren Platin Silber Gold Startseite