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Markt und Trends Newsletter

Hamburg, 27. Oktober 2017

Leitzinsen: Die EZB ist in einer gefährlichen Sackgasse gefangen

Guten Tag meine Damen und Herren,

Mario Draghi befindet sich in einer Situation, um die ihn wohl niemand in Europa beneidet: Der Chef der Europäischen Zentralbank hat in den vergangenen Jahren die Märkte regelrecht mit billigem Geld geflutet. Und immer dann, wenn feststand, dass die Eingriffe in den Geldumlauf ohne Wirkung blieben, legte Draghi nach. Inzwischen ist die Inflation, so wie von der EZB gewünscht, angesprungen. Doch Mario Draghis milliardenschwere Geldspritzen haben damit herzlich wenig zu tun, hauptsächlich hängt die starke Teuerungsrate mit den stark gestiegenen Energiepreisen zusammen.

Diese Entwicklung hat den wichtigsten Währungshüter außerhalb der USA in eine problematische Lage gebracht: Durch die Nullzinsen der EZB bekamen Spekulanten billiges Geld zum Zocken und haben eine „Alles-Blase“ geschaffen – Aktien, Anleihen und Immobilien sind inzwischen sportlich bewertet, manche Analysten sagen: Zu teuer. Die Märkte lechzen auch weiterhin nach billigem Geld. Doch Mario Draghi müsste eigentlich längst gegensteuern und die Leitzinsen erhöhen, da die steigende Inflation und die niedrigen Zinsen eine immer größere Differenz erreichen, welche insbesondere Privathaushalte stark belastet. Die Menschen in Deutschland müssen immer mehr für die Waren des täglichen Bedarfs zahlen, bekommen für ihre Sparguthaben aber keine Zinsen mehr. „Negative Realverzinsung“ ist der Fachbegriff für diese schleichende Enteignung der Bevölkerung.

Doch leider wird sich an dieser Belastung in der Zukunft kaum etwas ändern. Denn Mario Draghi hat sich mit seiner Zinspolitik, egal wie sinnvoll sie ursprünglich einmal gewesen sein mag, in eine Zwickmühle manövriert: Draghi kann die Leitzinsen im Euro-Raum nicht im nennenwerten Maße erhöhen, da er ansonsten den Schuldenländern wie Griechenland und Italien regelrecht die Pistole auf die Brust setzt. Denn diese Länder konnten bisher ihre Staatsschulden mit billigen Zinsen günstig bedienen und müssten bei steigenden Zinsen deutlich stärker draufzahlen.

Auch wenn sich Mario Draghi in der Vergangenheit als der starke Mann Europas und der Beschützer des Euro inszeniert hat: Von ihm sind künftig keine großen Würfe mehr zu erwarten. Draghi kann allenfalls signalisieren, dass die EZB die Geldpolitik künftig etwas restriktiver gestalten will. Ein paar weniger Anleihekäufe, eine nebulöse Aussicht auf höhere Leitzinsen in ferner Zukunft, mehr kann Draghi den südeuropäischen Schuldensündern nicht zumuten.

Das große Projekt der europäischen Einigung ist zu einem Trauerspiel verkommen – und der große Satz „Whatever it takes“, mit dem Draghi einst die Zocker davon abgehalten hat, auf einen Zerfall des Euro zu wetten, könnte künftig zu einer Drohung werden. Denn Draghi wird auch künftig alles tun, um den Euro zu schützen – und er liefert ihn damit möglicherweise ans Messer. Die EZB hat mit ihrer Politik eine Reihe von Banken-, Firmen- und Staatspleiten verhindert, dadurch aber eine Spekulationsblase hervorgerufen, welche von vielen Marktbeobachtern größer eingeschätzt wird als die Blase, die 2008 zum großen Crash geführt hat.

In der Rückschau muss die Frage erlaubt sein, ob es nicht besser gewesen wäre, die Zombie-Banken, Zocker-Firmen und Schulden-Staaten nicht enfach in die Abwicklung zu schicken. Sie werden mit dem billigen Geld der EZB künstlich am Leben gehalten – und die Nullzinsen sind so wichtig geworden wie eine starke Medizin, ohne die ein Patient nicht mehr auskommt.

Fest steht: Die Zinspolitik der EZB soll gut für die Europäer sein, tatsächlich sind die Europäer jedoch vor allem in den Belastungen vereint, welche sich aus der negativen Realverzinsung ergeben. Freuen dürfen sich diejenigen, die hemmungslos auf Pump leben – doch das Prinzip der Kredite basiert auf der Annahme, dass sie eines Tages zurückgezahlt werden. Und dies ist zumindest bei den Staatsschulden, aber auch bei den Verbindlichkeiten vieler Privatpersonen, unrealistisch. Es sind insbesondere die „kleinen Leute“, die durch die schrittweise Entwertung ihrer Sparguthaben bestraft werden.

Und es sind ganz normale Bürger wie Sie oder ich, die sich gegen diese schleichende Enteignung wehren und ihr Geld in Edelmetalle anlegen. Denn mit Gold und Silber sind Ersparnisse nicht nur vor dem Zugriff des Staates geschützt, sie befinden sich auch in stürmischen Zeiten an den Börsen stets in einem „sicheren Hafen“. Und da der Druck auf die Märkte ständig zunimmt, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis der große Sturm an den Börsen, Anleihemärkten und im Immobilienhandel losbricht.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Fraust

Ihr Uwe Fraust

Uwe Fraust

Uwe Fraust
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