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Markt und Trends Newsletter

Hamburg, 12. Oktober 2017

Nach dem Wahl-Chaos ist vor dem Wahl-Chaos

Guten Tag meine Damen und Herren,

Seit jeher gilt an den Finanzmärkten eine eiserne Regel: Unsicherheit ist nicht gut fürs Geschäft. Wenn Börsianer eines nicht mögen, dann sind es unklare Zukunftsaussichten und politische Unwägbarkeiten. Zwar besagt eine andere Börsenweisheit auch, dass politische Börsen kurze Beine haben. Doch die politische Stabilität ist bis heute ein entscheidender Faktor für die ökonomische Stabilität und das Investment-Klima. Ausgerechnet in Deutschland, wo erst vor ein paar Tagen die Parlamentswahl ein hohes Maß an politischer Unsicherheit verursacht hat, macht sich der Aktienindex DAX jedoch wieder auf den Weg zu neuen Rekordständen. Obwohl noch völlig unklar ist, wie die neue Bundesregierung aussieht und bis wann sie im Amt ist (manche Beobachter befürchten einen Stillstand bis Weihnachten), setzen die Börsianer ihre Party fort. Ist Chaos neuerdings cool?

Beim genauen Hinsehen gibt es keineswegs Grund zu feiern für Anleger in Europa. Zwar hat der Euro gegenüber dem Dollar zuletzt geringfügig an Wert gewonnen, was gut für den deutschen Export ist. Doch an eine nachhaltige Trendwende glaubt kaum jemand an den Finanzmärkten. Denn die Zinswende in den USA, eines der wichtigsten Argumente für einen starken Dollar, entpuppt sich immer mehr als Mogelpackung. Und die unberechenbare Politik des skandalumwitterten US-Präsidenten Donald Trump schlägt voll auf die Anlegerstimmung in den USA durch. Zudem mehren sich die Stimmen, die den wirtschaftlichen Aufschwung in der wichtigsten Volkswirtschaft der Welt anzweifeln. Zwar hat auch Europa aktuell nicht viel zu bieten, was als Stärke des Euro ausgelegt werden könnte. Doch eine Parität zwischen Euro und Dollar dürfte es auf absehbare Zeit nicht geben. Und so werden Exporte auch weiterhin teuer bleiben, selbst wenn der Euro aktuell bei 1,175 und nicht bei 1,19 Dollar steht.

Die Notenbanken in Europa und den USA stehen schon seit längerer Zeit vor massiven Problemen: In Europa galoppiert die Inflation, aber EZB-Präsident Mario Draghi sind die Hände gebunden: Höhere Leitzinsen, die eigentlich dringend nötig wären, belasten vor allem die Schuldenstaaten in Südeuropa massiv, da deren Zinsen teurer werden. In den USA forciert die Fed aktuell eine Zinswende, obwohl die Inflation niedrig ist. Janet Yellen, die Chefin der US-Zentralbank, hat gerade erst ihre Verwunderung über die anhaltend niedrige Inflation zum Ausdruck gebracht. Eine mögliche Folge nach ihrer Darstellung: Ein deutlich geringeres Tempo bei weiteren Leitzinserhöhungen. Und weil die Erhöhung der Leitzinsen bislang als Bedrohung für die Edelmetallpreise verstanden wurde, müsste folgerichtig eine langsame Zinswende den Goldpreis stützen.

Bislang ist dieser Effekt auch voll eingetreten, Gold war der Investment-Gewinner der vergangenen Monate. Die Edelmetallpreise haben zuletzt jedoch eine Verschnaufpause eingelegt. Diese war auch dringend nötig, denn Gold und Silber hatten zuletzt eine regelrechte Rallye an den Tag gelegt. In diesem Jahr entwickeln sich die Edelmetalle geradezu lehrbuchmäßig: Regelmäßig folgen auf höhere Tiefs auch höhere Hochs, der Goldpreis schaukelt sich also sozusagen nach oben. Die gefährliche Marke von 1180 US-Dollar, die noch vor ein paar Monaten sehr nahe war, ist in weite Ferne gerückt. Und mit dem Sprung über die Marke von 1300 US-Dollar hat Gold gezeigt, dass noch deutlich mehr Luft nach oben drin ist.

In den vergangenen Wochen war eine verstärkte Flucht in Sachwerte zu beobachten, denn zwischenzeitlich ging das nächste politische Großereignis bevor: Bei umstrittenen Abstimmung über die Unabhängigkeit des katalonischen Landesteils von Spanien hat sich eine überwältigende Mehrheit für die Abspaltung ausgesprochen. Das Land wird seit Monaten von Unruhen erschüttert, die Szenen aus Spanien erinnern bedrohlich an einen Bürgerkrieg. Die Regierung in Madrid erkennt das Votum nicht an, doch die Katalanen sind offenbar wild entschlossen, sich gegen die Führung zu stellen. Die politische Unruhe nach dem Abstimmungsergebnis kann aber weder das krisengeplagte Land Spanien noch die ebenfalls krisengeplagte europäische Union gut verkraften.

In den vergangenen Jahren hat sich der Herbst als die stärkste Jahreszeit für Gold herausgestellt. Auch 2017 stehen die Zeichen gut, dass es einen „goldenen Herbst“ für Besitzer von Edelmetallen gibt. Denn insbesondere Gold hat durch die Kamizake-Politik von US-Präsident Donald Trump seine Berechtigung als Krisenwährung voll zurückerlangt. Und der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea lenkt von den vielen anderen Krisenherden ab, die es rund um die Welt gibt – ein Bild davon können sich Anleger bereits an diesem Wochenende machen, wenn die Schicksalswahl in Spanien bevorsteht.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Fraust

Ihr Uwe Fraust

Uwe Fraust

Uwe Fraust
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