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Hamburg, 14. September 2017

Euro für alle: Jean-Claude Juncker besiegelt das Schicksal der EU

Guten Tag meine Damen und Herren,

In den nördlichen EU-Ländern wie Dänemark und Schweden sowie im Osten der Union in Polen, Tschechien oder Ungarn ist die Welt noch in Ordnung: Während man im Norden seinen gekrönten Staatsoberhäuptern die Treue hält, speist sich der Nationalstolz unserer östlichen Nachbarn vor allem aus der wiedergewonnenen Unabhängigkeit nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Eines haben diese beiden Ecken der Europäischen Union gemeinsam: Die nationalen Währungen sind identitätsstiftende Symbole, welche die Dänen und Schweden sowie Polen, Ungarn und Tschechen um keinen Preis hergeben wollen.

Jean-Claude JunckerWenn es nach dem Willen von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker geht,hat aber schon bald die letzte Stunde von Kronen, Zloty oder Forint geschlagen. Juncker hat in seiner Rede zur Lage der Europäischen Union weitreichende Reformvorschläge für die EU gemacht: Eine möglichst rasche Einführung des Euro in allen EU-Staaten sei dringend geboten, ebenso ein Beitritt aller EU-Länder der Schengenzone ohne Grenzkontrollen. Und damit nicht genug: Die EU soll weitere Mitglieder aufnehmen, bis zu 30 Länder könnten bis 2025 zur Europäischen Union gehören.

Die Bundesregierung hat die Pläne des EU-Spitzenpolitikers offiziell begrüßt, doch aus Berlin ist zu vernehmen, dass hinter den Kulissen regelrechte Panik herrscht - kurz vor der Bundestagswahl sehen sich eurokritische Wähler in ihrer Entscheidung bestärkt. Konservative Spitzenpolitiker aus dem etablierten Parteienspektrum wie Bayerns CSU-Finanzminister Markus Söder bemühten sich schnell um Schadensbegrenzung: "Eine Übernahme des Euros für Bulgarien und Rumänien ist absurd. Die beiden Länder sind nicht annähernd bereit für die Euro-Zone. Wir wollen kein zweites Griechenland", erklärte Söder gegenüber dem Nachrichtensender "N24".

Offenbar erinnert sich im Licht der neuen Willkommenskultur innerhalb der EU niemand, wo Europa und der Euro gerade stehen: Die Gemeinschaftswährung ist nur deshalb so stark, weil die wichtigste Weltwährung, der Dollar, durch einen unberechenbaren Selbstdarsteller geschwächt wird. Ansonsten gibt es kaum gute Argumente für den Euro und gegen den Dollar: Die Leitzinsen in Europa werden wohl noch auf lange Sicht bei Null bleiben, weil sie ansonsten die südlichen Euro-Ländern geradewegs in die Staatspleite schicken würden.

Die EU hat, so wird derzeit eindrucksvoll deutlich, aus ihren großen Fehlern der Geschichte wohl nicht gelernt. Länder wie Griechenland wurden in die EU und in den Euro aufgenommen, obwohl sie bei nüchterner Betrachtung nicht bereit dafür waren. Es gibt klare Regeln für den Euro-Beitritt, beispielsweise zu Wechselkursen, Preisstabilität und dem nationalen Schuldenstand. Nun soll wie schon bei Griechenland der Euro-Beitritt weiterer Länder übers Knie gebrochen werden. Statt Stabilität und Einheit wird dadurch jedoch nur eins erreicht: Ein Scheitern des - eigentlich lobenswerten - Projektes einer europäischen Währung.

Möglicherweise sollten sich die Entscheider in Brüssel einmal genauer ansehen, wie beliebt ihr Euro wirklich ist. Denn die Liste der Länder, in denen der Euro nicht offizielles Zahlungsmittel ist, ist lang: Bulgarien, Dänemark, Kroatien, Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien und Ungarn. In allen Ländern besteht eine klare Ablehnung der Bevölkerung gegenüber dem Euro. Offizielle Volksabstimmungen soll es aber offenbar nicht geben - denn die Europäische Union hat gerade erst erfahren, was passiert, wenn man die Bürger über ihre Zukunft entscheiden lässt: Großbritannien hat die EU verlassen, obwohl es nie Teil des Euro-Raums war. Die unmissverständliche Botschaft aus Nord- und Osteuropa lautet also: Weniger Europa statt mehr Europa!

Und diese Botschaft ist vor allem deshalb überraschend, weil viele der euro-kritischen Länder auf den ersten Blick zu den "ärmeren" Staaten in Europa zählen. Doch der Schein trügt: Länder wie Polen und Tschechien haben sich seit ihrer Unabhängigkeit prächtig entwickelt - und viele Ökonomen begründen dies damit, dass diese Länder weiterhin auf eine eigene Währung setzen. Andere Länder wie beispielsweise der EU-Musterschüler Estland haben sich dem Euro-Club angeschlagen und dürfen jetzt einen Teil ihres hart erarbeiteten Staatsüberschusses nach Europa überweisen.

In Deutschland zahlen die Sparer bereits jetzt doppelt und dreifach für den Euro-Idealismus der politischen Elite in Brüssel. Sparkonten und Lebensversicherungen sind dank des Euro zu Vermögensfressern geworden, der ohnehin schon stark belastete Bundeshaushalt wird durch die jährlichen Rekordzahlungen an die EU weiter belastet. Deutschland ist weiterhin der Zahlmeister Europas und steht trotzdem immer wieder im Fadenkreuz bitterböser Kommentare aus den anderen Partnerstaaten.

Die Menschen in Europa haben jedoch über den Idealismus von Jean-Claude Juncker abgestimmt, lange bevor dieser seine neueste Idee präsentiert hat: Wer clever ist, hat sein Geld längst von Euro in Gold umgeschichtet. Das gelbe Metall war einst der Prügelknabe der Finanzwelt, während der Euro gefeiert wurde – jeder, der einmal genau nachrechnet, wie viel Geld ihm dank galoppierender Inflation bei gleichzeitig niedrigen Zinsen jeden Monat zum Leben bleibt, wird beim großen Lobgesang auf die europäische Gemeinschaftswährung verstummen. Weil es bei Euro jedoch wohl eher zu einem Schrecken ohne Ende als zu einem Ende mit Schrecken kommt, sollten Anleger jetzt vorsorgen – Gold und Silber sind gerade jetzt die optimale Euro-Versicherung.  

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Fraust

Ihr Uwe Fraust

Uwe Fraust

Uwe Fraust
Leitung Anlagehandel

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