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Markt und Trends Newsletter

Hamburg, 6. Juli 2017

Ende des Anleihe-Wahnsinns: Die Fed hat keine Strategie und keinen Zeitplan

Guten Tag meine Damen und Herren,

in den vergangenen Jahren dürfen sich Börsianer über eine beispiellose Marktverzerrung freuen: Die Fed, EZB und die Bank of Japan haben Anleihen mit einem Nennwert von rund 18 Billionen US-Dollar aufgekauft und besitzen inzwischen etwa ein Drittel aller global handelbaren Anleihen. Spekulanten bekamen durch das billige Geld der Notenbanken immer wieder neues Geld zum Zocken. Und das Mantra "Zu Aktien gibt es keine Alternative" ist bis heute allgegenwärtig.

Hinter den Kulissen herrscht jedoch offenbar Ratlosigkeit über einen Ausweg aus der gigantischen Anleihen-Blase. Am Mittwoch wurde das Protokoll der jüngsten Sitzung des Fed-Offenmarktausschusses veröffentlicht. Und das Papier macht deutlich, dass sich die Mitglieder des Gremiums völlig uneins sind über die optimale Exit-Strategie und die Verkleinerung ihrer Bilanz.

Fakt ist: Die Fed muss früher als später die ersten Schritte einleiten. Doch sie stehtvor einer Mammutaufgabe: Wenn die Bilanzsumme auf das gleiche Verhältnis zum Bruttosozialprodukt wie vor der Finanzkrise zurückgeführt werden sollte, müsste die Fed ihr Portfolio von 4,5 Billionen auf 1,4 Billionen Dollar zurückfahren. Die Folge: Ein gigantischer Crash an den Anleihemärkten.

Soweit will es die Fed offenbar nicht kommen lassen. Diskutiert wurden deshalb im Offenmarktausschuss vor allem kleine Lösungen sowie eine Verzögerung der Bilanzverkleinerung. Allerdings dürften diese erneuten kosmetischen Eingriffe den großen Knall nur verzögern und verlängern. Denn die meisten Ökonomen sind sich einig, dass eine Rücknahme der Anleihekäufe sich ähnlich negativ auf die Märkte auswirken wird, wie die Anleihekäufe einst die Märkte positiv stimuliert haben.

Es genügt ein Blick in die Geschichte, um den Währungshütern jeglichen Wind bezüglich eines reibungslosen Ausstiegs aus dem größten Anleihekaufprogramms seit Menschengedenken zu nehmen: Geldpolitische Straffungen haben bisher fast immer geradewegs in eine Rezession geführt. Denn tatsächlich führen die Eingriffe nicht zu einer gesunden Stimulierung, sondern zu Verwerfungen.

Mit kritischem Blick bietet das neueste Protokoll der Fed zwei Erkenntnisse: Die Mitglieder des Offenmarkausschusses haben offenbar keine Strategie. Und sie haben keinen Zeitplan. Beides ist Gift für die Finanzmärkte, die doch so stark auf Sicherheit und Verlässlichkeit setzen. Marktbeobachter erwarten für die USA in diesem Jahr nur noch einen Zinsschritt - die Zinswende, die angeblich so gefährlich für Gold sein soll, wird sich also deutlich länger hinziehen als angenommen. Und sobald sich in den USA eine Rezession abzeichnet, werden die Zins-Schalter wieder umgelegt und die Leitzinsen erhöht.

Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass der "sichere Hafen" Gold mal wieder kräftig bluten musste. Kaum jemand hinterfragt aber, warum es in den vergangenen Wochen wiederholt zu massiven Verkaufsorders zu handelsschwachen Zeiten kam. Wir haben es an dieser Stelle schon oft gesagt: Wer eine Ware massenhaft ausgerechnet zu einem Zeitpunkt verkauft, wenn kaum andere Händler auf einem Handelsplatz aktiv sind, ist entweder verrückt oder will den Preis für die Ware künstlich nach unten drücken.

Gold steigtInzwischen rangiert der Goldpreis wieder auf dem Boden der vergangenen Jahre. Deutlich unter 1.200 US-Dollar dürfte Gold jedoch nicht fallen, der Goldpreis ist auf diesem Niveau gut unterstützt. Es ist zu erwarten, dass das gelbe Metall aktuell noch einmal Luft holt, um dann schrittweise und in einem gesunden Tempo in Richtung der 1.300-Dollar-Marke aufzubrechen. Diese galt bislang als Hürde, die nur schwer zu überwinden war. Doch wie auch in den vergangenen Jahren wird wohl auch 2017 die zweite Jahreshälfte ein besonders starker Zeitraum für steigende Goldkurse sein.

Die USA lenken mit ihrer Zinspolitik von einem klaren Trend der heutigen Zeit ab: Negative Realzinsen in den meisten Industrienationen und überbewertete Aktien, vor allem in den USA, stellen ein günstiges Umfeld für Gold dar. Die Ausweitung der Geldmengen durch die Notenbanken und die exzessive Erhöhung der globalen Schulden ist ein Trend, der noch viele Jahre anhalten wird - und Gold ist die optimale Wertversicherung gegen diese Markt-Manipulationen.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Fraust

Ihr Uwe Fraust

Uwe Fraust

Uwe Fraust
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